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• Thursday, May 27th, 2010

P1000602Nach 273 Tagen ist mein Kanada-Aufenthalt zu Ende gegangen und ich bin nach Triesenberg zurückgekehrt. Selbst der Himmel hat sich darüber gefreut. Ich werde mein Jahr in Kanada nie vergessen und stets in guter Erinnerung behalten. In diesem Sinne verabschiede ich mich von der geschätzten Leserschaft und beende diesen Blog. Herzlichen Dank für Eure Treue, liebe Blog-Leserinnen und Leser.

VIVA LA VIDA!

the end

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• Saturday, May 22nd, 2010

Congratulazioni per l’Inter a vincere il trofeo di Champions League!

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• Thursday, May 20th, 2010

P1000586So stehen die Kanadier an, wenn sie auf den Bus warten. Nie herrscht Gedränge, niemand wird herum geschupst. Echt angenehm das Ganze. Und falls man den Bus verlässt, sagt man artig “Thank you, Mr. Busdriver!”.

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• Tuesday, May 18th, 2010

P100054816. Mai: Qualicum Beach – Tofino retour
Dieser Reisetag war wohl der eindrücklichste meiner ganzen Reise. Auf meinem Weg Richtung Tofino habe ich zuerst den Little Qualicum Falls Provincial Park besucht, wo es unter anderem Wasserfälle zu bestaunen gibt. Kurz darauf ging es in den McMillan Provincial Park, in welchem riesige, uralte Douglastannen stehen (die höchste misst 76 Meter und ist älter als 800 Jahre). Die Baumanordnung trägt den klingenden Namen Cathedral Grove (in etwa hölzerne Kathedrale auf Deutsch). Etappenziel war schliesslich Tofino, ein kleiner Ort an der Westküste von Vancouver Island. Tofino ist vor allem im Sommer Anziehungspunkt für Wassersportler, Wanderer und Whale Watcher.
Auf meinem Rückweg erkundete ich noch den Pacific-Rim-Nationalpark, wo ich sechs verschiedene kleine Wanderungen (jeweils um die 3 km) unter anderem auf einen Aussichtsberg, an den Strand und durch den Regenwald machte. Der Park ist sehr gut ausgeschildert und auf Grund seiner Artenvielfalt sehr attraktiv.

17. Mai: Qualicum Beach – Victoria
Am zweitletzten Tag meiner Tour fuhr ich weiter nach Victoria, der Hauptstadt von British Columbia. Victoria liegt ganz im Süden von Vancouver Island. Einquartiert habe ich mich auf dem Campus der University of Victoria, welche über die Sommermonate jeweils Bed & Breakfast im Studentenwohnheim anbietet. Gleich als ich auf dem Campus ankam, fielen mir die unzähligen Hasen auf, eines der Markenzeichen der Universität.
Am Nachmittag befasste ich mich mit einer meiner Lieblingsbeschäftigungen in Kanada, nämlich der Parlamentsbesichtigung. Zuerst stand eine geführte Tour durch das British Columbia Parliament Buildings (cool beleuchtet in der Nacht!), in welchem das Legislative Assembly of BC seinen Sitz hat, auf dem Programm und schliesslich verfolgte ich live eine Parlamentsdebatte. Da sich die Redner jeweils im Sinne der britischen Westminster Tradition sehr unterwürfig an den Speaker wenden, muten die Debatten für uns Mitteleuropäer jeweils etwas eigenartig an. In Kanada sind die Parlamentsgebäude wirklich für die Bevölkerung da und Zuhörer jederzeit herzlich willkommen.
In der Folge schlenderte ich der Waterfront entlang und spazierte durch die Chinatown und die Altstadt. Nach einem Znacht in der Old Spaghetti Factory und einem Kinobesuch (Robin Hood) wurde der Tag mit einem Strongbow im Irish Pub würdig beendet.

18. Mai: Victoria – Vancouver
Am letzten Tag meiner Reise nahm ich die Fähre von Swartz Bay nach Tsawwassen und kam nach 5‘055 erlebnisreichen Kilometern in Vancouver an, wo ich das Auto retournierte und mit dem Bus ins Wohnheim zurückkehrte.
Auf meiner lange Reise gewann ich viele interessante Eindrücke von Land und Leuten, welche man in Vancouver nicht bekommt, und lernte einiges Neues, unter anderem wurde mir auch augenscheinlich bewusst, dass neben Agriculture, Fishing, Forestry und Mining ein weiterer Wirtschaftszweig in BC von grösster Bedeutung ist, nämlich Tourism.
Ich bin wirklich erleichtert, dass alles reibungslos ablief und kein grösseres Vorkommnis meine Reise beeinträchtigte. Man braucht aber im Leben einfach auch Glück – sonst ist man auf verlorenem Posten. Winnie Schäfer hatte wohl Recht, als er meinte:

“Glück ist wichtiger als Gesundheit. Die meisten Passagiere auf der Titanic waren gesund, sie hatten aber kein Glück.”P1000575

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• Saturday, May 15th, 2010

image-88059-galleryV9-llelMitglied Nr. 19′867, das bei 20 % (1998, 2003, 2008) der Pokalsiege selber vor Ort im Berliner Olympiastadion war und die Pokalstimmung geniessen durfte, gratuliert dem FC Bayern München e.V. ganz herzlich zum 15. Sieg im DFB-Pokal. Ein vier zu null gegen den SV Werder Bremen ist aller Ehren wert. Nebeneffekt dieses Sieges war, dass Bayern zum achten Mal das Double gewonnen hat.

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• Saturday, May 15th, 2010

P100047613. Mai: Prince Rupert
Heute Vormittag war ich als Zuschauer im Provincial Court von Prince Rupert, um einmal hautnah einen Eindruck von einem common law court zu erhalten. Alle Verhandlungen zum Familienrecht waren öffentlich. Die Richterin, eine ernst dreinblickende Dame in ihren 60-er, leitete die Verhandlungen mit Zuckerbrot und Peitsche. Bei Ablehnung eines nicht wirklich begründeten Vertagungsantrags packte sie allerdings die Peitsche aus und teilte dem Antragsteller schroff mit, dass der Antrag gnadenlos abgeschmettert werde. Eindruck gemacht hat mir auch der Sheriff, der in voller Montur inkl. Revolver jeweils die Rechtssachen aufrief und die Parteien zu ihrem Platz führte. Folgende Erkenntnis habe ich gewonnen: Als Rechtsvertreter oder Partei baut man am besten in jeden Satz drei Your Honour ein und nickt artig mit dem Kopf, wenn man den Gerichtssaal betritt oder verlässt.
Im Weiteren habe ich Prince Rupert etwas erkundet, namentlich das Museum of Northern BC, die Einkaufsläden und die Waterfront.
Gegen Abend legte die Norwegian Star auf ihrem Weg nach Alaska am Hafen von Prince Rupert an. Es handelt sich um das zehntgrösste Kreuzfahrtschiff der Erde (Länge 296 m; 3340 Personen, davon 2240 Passagiere und 1100 Crew). Ich habe spontan entschieden, dass ich eines Tages eine Kreuzfahrt machen werde – sobald ich zu alt bin, um mit einem Yaris durch die Gegend zu düsen. Ganz Triesenberg könnte in der Norwegian Star auf den Weltmeeren herumschippern und alle Plankner könnten wir als Crew auch noch mitnehmen. Wäre das nicht was?

14. Mai: Prince Rupert – Port Hardy
Da ich im Pioneer Hostel die ganze Nacht so süss von einer Schifffahrt geträumt habe, habe ich beschlossen, mit der Fähre von Prince Rupert die 20-stündige Fahrt nach Port Hardy auf Vancouver Island auf mich zu nehmen. BC Ferries bot die Northern Expedition auf, welche allerdings nicht ganz so gross ist wie die Norwegian Star: 600 Passagiere und 130 Autos haben auf der Fähre Platz.

15. Mai: Port Hardy – Qualicum Beach
Pünktlich um 9 Uhr in der Früh habe ich mit meinem Yaris heute Morgen die Fähre verlassen. Mit dem Besuch der Telegraph Cove, einer winzigen Ortschaft am Meer, die aus einer Telegraphenstation entstand, begann der Tag noch friedlich.
In der Folge hatte ich die mehr oder weniger glorreiche Idee den Little Huson Cave Regional Park zu besuchen. Hierfür musste ich den Highway verlassen. Zuerst war die Strasse noch geteert, nach einer Brücke begann eine Schotterstrasse, diese ging in einen Feldweg mit Schlaglöchern über und schliesslich geriet ich in einen äusserst felsigen, steilen, ausgewaschenen Holzfällerpfad. Mit Wenden war auch nicht mehr viel. Mir wurde langsam bange um mein Gefährt und ich wünschte mir nichts sehnlicher als einen fetten Offroader mit richtigen Rally-Reifen. Alle Reifenpannen und aufgeschlitzten Ölwannen der letzten Jahre schossen mir durch den Kopf und ich fragte mich, wie man als Bürorist in einer solchen Schräglage erfolgreich ein Rad wechseln kann. Im Geiste habe ich mir schon allerlei Ausreden ausgedacht für den Fall, dass ich hier auf Grund einer Panne stecken bleiben sollte (I plead guilty. I am stupid bloody idiot. Please do not ask any further questions, just bring me and my Yaris out of here – no matter what the cost!). Schweissgebadet erreichte ich schliesslich nach dreissig Minuten Dauerrüttelei unbeschadet das Ziel. Äusserst aufgewühlt wanderte ich zu einem kleinen Bergsee und schliesslich zum Ziel meiner abenteuerlichen Reise – einer Höhle, welche von beiden Seiten zugänglich ist und durch welche ein kleiner Bach fliesst. Dieser Anblick entschädigte doch etwas für die Anreise. Bei der Rückfahrt war dann der Puls nur noch auf 180 anstatt 220. Mit Gottes Hilfe erreichte ich wieder den Highway und fuhr dann auf einer schönen Teerstrecke am Meer entlang bis nach Qualicum Beach. Möge mir der Heilige Christopherus bis Dienstag weiterhin beistehen und mich vor gravel roads und Deftigerem verschonen!P1000490

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• Wednesday, May 12th, 2010

P100041910. Mai: Watson Lake – Stewart
Auf dem Stewart-Cassiar-Highway (# 37) ging es heute Richtung Süden nach Stewart, BC. Wiederum sah ich viele Wildtiere, darunter auch Elche. Manche Elche haben den Ruf, etwas verrückt zu sein, da sie sich gar mit Autos anlegen würden. Einer dieser Artgenossen stand heute mitten auf der Strasse und zwang mich zu einem Stopp. Er liess sich nicht aus der Ruhe bringen und blickte einige Zeit auf meinen Yaris, bevor er sich schliesslich dazu entschied, wieder im Wald zu verschwinden. Zum Showdown Yaris vs. Moose ist es heute somit glücklicherweise nicht gekommen. Ich wäre mir auch nicht sicher, ob hierbei der Elch wirklich den Kürzeren ziehen würde, zumal es scheint, dass ein Elch etwa gleich schwer ist wie ein Yaris.
Gegen Ende Highways bog ich nach Westen ab, um auf dem Highway # 37A nach Stewart, einer Kleinstadt, die am Ende des 114 kam langen Portland Kanals (= natürlicher Fjord), welcher in den Pazifik mündet, liegt. Diese Strecke ist sehr eindrücklich, da sie durch einen Talkessel führt, in welchem zahlreiche herunterhängende Gletscher zu sehen sind.
Nebenbei: Einige Szenen für den Film Insomnia aus dem Jahr 2002 (Al Pacino, Robin Williams) wurden in der Umgebung von Stewart gedreht.

11. Mai: Hyder (Alaska)
Heute stand ein Ruhetag auf dem Programm. Immerhin kann ich aber behaupten in Alaska gewesen zu sein, wenn auch das kleine Dorf Hyder nur fünf Autofahrminuten von Stewart, BC, entfernt ist. Hyder lebt vom Tourismus und Fischfang, wirkt zur Zeit vor Beginn der Sommersaison aber recht verschlafen.
Hyders Slogan lautet: The friendliest ghost town in Alaska!
Für einmal war auch der Grenzübertritt problemlos. Von Kanada nach Amerika gab es gar keine Kontrolle und auf dem Rückweg kontrollierte ein sehr freundlicher kanadischer Zöllner nur ganz kurz meinen Pass. Das lässt sich damit erklären, dass man von Hyder aus auf dem Landweg nicht in eine andere amerikanische Ortschaft weiterreisen kann. Einige Zollbeamte sollten allenfalls einmal an diese Staatsgrenze abkommandiert werden, um etwas Gelassenheit zu lernen.

12. Mai: Stewart – Prince Rupert
Am neunten Reisetag ging es von Stewart wieder zurück in die „Zivilisation“ nach Prince Rupert, einer kleineren Stadt am Pazifik. Die Stadt feiert heuer ihren hundertjährigen Geburtstag und hat einen Indianeranteil von etwas über 30 %.P1000442

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• Sunday, May 09th, 2010

P10003687. Mai: Mackenzie – Fort St. John
Vom Auto aus sah ich heute direkt neben der Strasse kurz vor dem Pine Pass Summit (933 m ü.M.) einen Bären, der friedlich nach Futter suchte. Ganz unglücklich war ich allerdings auch nicht, dass ich Meister Petz vom Auto aus sah und er mir nicht auf einer Wanderung begegnete. Ich wüsste nicht wirklich, was zu tun wäre, falls ich auf einen Bären in freier Natur träfe – zumal es hierzu sehr verschiedene Theorien gibt. Eines scheint sicher, falls einem das Leben lieb ist: Keine Wanderung ohne Bärenspray.
Heute hat es zwischendurch wieder einmal kräftig geschneit. In Dawson Creek startete ich meine Reise auf dem weltberühmten Alaska Highway, welcher 2‘450 km (1‘523 Meilen) lang ist. Dawson Creek gilt als Mile O des Alaska Highways, der über BC, den Yukon bis nach Delta Junction im US-Bundesstaat Alaska führt. Der Highway wurde 1942 unter härtesten Bedingungen in nur 8 Monaten errichtet und sollte die Versorgung Alaskas über den Landweg gewährleisten. Die Amerikaner rechneten damals jederzeit mit einem japanischen Angriff auf Alaska.

8. Mai: Fort St. John – Fort Nelson
Am Tag, an welchem der 22. Meistertitel des FC Bayern offiziell wurde, ging es weiter Richtung Norden nach Fort Nelson.
Ich habe keinerlei Zimmerbuchungen im Vorhinein gemacht. Mit der Herbergssuche ist es immer so eine Sache und manchmal braucht man wirklich etwas Glück, um ein sauberes Zimmer zu einem vernünftigen Preis zu finden. Ab und zu wünschte ich mir freilich – wie wohl der eine oder andere Mensch auf dieser Erde – etwas Desinfektionsmaterial bei mir zu haben, um allenfalls das eine oder andere zu desinfizieren (warum nicht mal die Fernbedienung des Televisionsapparates oder den Türknauf).
Apropos: Ich halte dauernd Ausschau nach Heinrich Kieber – bislang ohne jeden Erfolg. Allenfalls müsste ich meine Suche eher auf Henry konzentrieren, da er seinen Namen ja angepasst hat. Ich bleibe mir freilich treu und habe im Gegensatz zum Henry oder meinen chinesischen Kollegen keinen Decknamen, obwohl sich die Kanadier an meinem Namen die Zähne ausbeissen. Um die Sache abzukürzen verweise ich jeweils auf den Lyriker Rilke und, falls es sich um Literaturbanausen handelt, bleibt mir nur noch ein resignierendes Look outside at the weather and add «er»!
An dieser Stelle darf ich der lieben Leserin, dem lieben Leser, meines Blogs noch ein nordamerikanisches Gesöff schmackhaft machen, nämlich Mug Root Beer (Wurzelbier). Ich kam heute Abend ins Vergnügen. Es handelt sich um ein kohlensäurehaltiges Softgetränk, mit einem Hauch von Hustensirup gepaart mit Almdudler. Wenn es Dir über den Weg läuft, dann möge gelten: Don’t be shy, give it a try!
Morgen geht es noch weiter in den Norden, allenfalls stosse ich ja dort auf den alten Schwerenöter Heinrich.

9. Mai: Fort Nelson – Watson Lake
Heute ging es weiter nach Watson Lake, einer Ortschaft im Yukon. Der Yukon ist keine kanadische Provinz, sondern ein Territorium mit 34‘157 Einwohnern. Ich bin nun am nördlichsten Punkt meiner Reise angekommen. Während Vancouver in etwa auf demselben Breitengrad wie Mannheim liegt, liegt Watson Lake in etwa auf derselben Höhe wie Stockholm oder Oslo.
Auf meiner Fahrt heute, in welcher ich wieder einmal in ein Schneegestöber geriet, sah ich sehr viele Tiere (einen Bären, zahlreiche Elche, Büffel und Dall-Schafe). Auf halber Strecke frönte ich meiner Leidenschaft, dem Thermalbaden. Nach Taiwan, Neuseeland und Island testete ich heute die kanadischen Liard Hot Springs, zwei ziemlich heisse Naturtümpel, welche sich in einem Wald befinden und frei zugänglich sind.
Watson Lake ist für seinen Schilderwald berühmt. Aus aller Herren Länder hängen an Holzpfählen zehntausende Autokennzeichen und Ortstafeln. Ich stiess auch auf ein stattliches Gemeindewappen aus Liechtenstein. Gratulation an die Gemeinde Schaan, welche in Watson Lake verewigt wurde. Den Znacht habe ich in einer echten Fernfahrerkneipe mit herbem Charme, aber schmackhaftem Essen eingenommen. Als Mann von Welt fühle ich mich überall zu Hause – auch unter Fernfahrern.
Den Heinrich sah ich nicht. Wahrscheinlich verkriecht er sich lieber in einer dunklen Ecke, weshalb es ihm hier oben zu hell sein dürfte…P1000350

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• Thursday, May 06th, 2010

P10003234. Mai: Vancouver – Kelowna
Nachdem ich früh morgens meinen kleinen Toyota Yaris in Empfang genommen hatte, machte ich mich auf dem Highway 1 Richtung Kelowna auf und genoss auf meiner Fahrt die abwechslungsreiche Landschaft. Von Hope nach Princeton im E.C. Manning Provincial Park geriet ich gar in einen Schneesturm, wobei aber glücklicherweise die Strasse aper blieb. In der Region schneit es zur Zeit bis ca. 1000 m ü.M. herunter. In Hope wurde Rambo First Blood 1982 gedreht und in den von hohen Bergen umgebenen Ortschaft herrscht eine seltsame Stimmung. Schliesslich kam ich gegen Abend in Kelowna an, wo ich im Recreation Inn ein Zimmer bezog. Ich erkundete noch etwas die Stadt, bevor ich todmüde ins Bett fiel. Kelowna ist mit seinen gut 121‘000 Einwohnern die grösste Stadt in Interior British Columbia ist. Übrigens: In Kelowna gibt es einen Ableger meiner Universität, die UBC Okanagan.
Schon am ersten Tag meiner Abenteuerreise wurde mir klar, dass niemand auf mich, aber sehr wohl sehr viele auf mein sauer verdientes Geld gewartet haben. Im Leben wird einem nichts geschenkt. Jeder will einen Reibach machen. Zudem dürfen die Distanzen nicht unterschätzt werden. Die Highways eignen sich eher 100 km/h zu fahren, nicht aber viel schneller.

5. Mai: Kelowna – Williams Lake
Auf Grund des eher durchzogenen Wetters stand auch am zweiten Tag ein Reisetag auf dem Programm. Von Kelowna ging es über Vernon weiter Richtung Norden durch das Okanagan Valley und dann Richtung Westen nach Kamloops. Etappenziel heute war Williams Lake, eine Stadt welche in den 1860er Jahren während des grossen Cariboo-Goldrausches gegründet wurde.

6. Mai: Williams Lake – Mackenzie
Heute ging es weiter Richtung Norden über Prince George nach Mackenzie. Langsam wird die Reise im wahrsten Sinne des Wortes cool. Trotz Sonnenscheins ist es etwas frostig. Da ich feststellte, dass die Radiosender ziemlich schnell stören und die Frequenzen dauernd wechseln, habe ich heute ein Kabel gekauft, um meinen iPod an der Anlage des Yaris anzuschliessen. Mit Walk Unafraid (R.E.M.), Magnificient (U2) oder Viva La Vida (Coldplay) macht die Fahrerei gleich viel mehr Spass und ich düse höchst erfreut gen Norden. Und mit Un’estate Italiana (Edoardo Bennato und Gianna Nannini), das ich freilich aus vollem Herzen mitträllerte, stimmte ich mich jetzt schon auf die Weltmeisterschaft in Südafrika ein. Mackenzie ist wirklich etwas abseits vom Schuss; allerdings findet man hier das ursprüngliche Kanada und Natur pur, fernab von amerikanischem Fast Food Ketten oder asiatischen Restaurants.
Einquartiert habe ich mich in der Williston Lake Lodge. Ein wirklich schönes Motel und ich habe gar ein wenig das Shining Feeling, da es mir vorkommt, dass ich der einzige Gast bin.
Mit Trick 17 bin ich auch im “Edelweiss” von Mackenzie, nämlich dem Monte Rosa Restaurant, gelandet und in den Genuss eines wirklich schmackhaften steaks inkl. einem baked potato mit tossed salad, garlic bread und zwei Coors Light beers gekommen. Ich habe einfach eine Einheimische auf der Strasse angehauen und gefragt, wo sie essen gehen würde, falls sie keine Enttäuschung erleben möchte.
Da ich mich langsam dem Ende der Welt nähere, bin ich wohl auf dem richtigen Weg…

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• Saturday, May 01st, 2010

Thomas MüllerDo ka nix mehr abrenna, da FC Bayern Minga, da gresste und eafoigreichste Fuassboivaein in Deitschland, is zum 22.-mol Deitscha Moaster. Im Hoamatstadion, Allianz Arena z Minga, hons heit gega da VfL Bochum drei oans gwunna und d Bremer hon auf Schalke in dr Fremde an wunderscheena Sieg eigfoahra. Z Minga hods gmüllert heid wia in de 70-ern und der Thomas hod drei Tore gschossa. Mei, jetzt san’s wiedar ganz oben. I gfrei mi riesig.
Zur Feia des Tages hon i a Moaster-Wanderung mit neun Spezln vom Wohnhoam im Lynn Canyon Park in North Vancouver auf mi gnomma. De Sunn hot gschuna und schee wors. Oafoach moasterliches Wetter!
Zuzln koan I do z Kanada oba nix: koa Weisswiascht, koan siassa Senf und koa Brezn. A schwoche Sach, fost schlimma als bei di Preissn. Es is o ned oafach im zwoatgresste Land vo da ganzn Wäid zwischn Atlantik und Pazifik a gscheits Weissbia z finda. I muass an groassn Durscht erleiden do z Kanada. Freinde, trinkt’s a Weissbia auf mei und aier ollar Wohl! Guat gmacht FC Bayern Minga.P1000318

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